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Alles, was Sie über Flöhe bei Katzen wissen müssen

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Zu einem Flohbefall bei Katzen kann es überraschend einfach kommen. Es lohnt sich, die Katzenflöhe schnell zu erkennen und zu bekämpfen, damit sie nicht schnell zur Plage werden und sich im häuslichen Umfeld verbreiten.ca
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Bild einer Katze, die sich am Ohr kratzt – die Ursache ist vielleicht ein Katzenfloh-Biss

Flöhe zählen zu den häufigsten Parasiten bei Katzen – und Katzenflöhe sind die häufigste Flohart in Deutschland vor Hunde-, Menschen- und Igelflöhen. Insbesondere Freigänger kommen regelmäßig mit Flöhen in Kontakt. Aber auch Hauskatzen können Flöhe bekommen, wenn die Parasiten in Ihre vier Wände gelangen: etwa über Sie, ein anderes Tier oder ungeladene Gäste, auf die sie zum Beispiel auf dem Balkon oder der Terrasse treffen, wie beispielsweise kleine Nagetiere (Igel, Kaninchen) oder auch Vögel. 

Wenn Sie Ihr Tier regelmäßig mit Flohschutzmittel behandeln, werden Sie es hoffentlich nie mit einem echten Katzenflohbefall zu tun bekommen. Dennoch kann es nicht schaden, einige Dinge darüber zu wissen. 

Das Wichtigste zu Flöhen in Kürze 

Bei Flöhen handelt es sich um 1,5 bis 4 mm kleine, flügellose Insekten mit 6 Beinen. Das hintere Beinpaar ist besonders stark und vergrößert ausgebildet, sodass die Blutsauger ihre Opfer aktiv anspringen können. Flöhe besitzen auch nach hinten gerichtete Borsten an ihren Gliedmaßen und am Körper, damit sie sich schnell und sicher im dichten Tierfell bewegen können. Der Floh versucht, eine gute Blutquelle zu finden, indem er an verschiedenen Stellen die Haut leicht anritzt und die Durchblutung testet.  

Flöhe leben gerne auf dem Körper von Katzen, ernähren sich von ihrem Blut und legen in ihrem Fell Eier, die dann irgendwo im Haushalt abfallen. Ein einzelner Floh kann im Laufe seines Lebens bis zu 2.000 Eier legen, die etwa 0,3 mm groß sind und im Aussehen einem Salzkorn ähneln. Der gesamte Lebenszyklus des Flohs, vom Ei über die Larve bzw. die Puppe bis hin zum ausgewachsenen Tier, umfasst wenige Wochen. Wenn sich die Larve in einen Kokon aus Speichelfäden eingesponnen hat, spricht man vom Puppenstadium. Dieses kann bei ungünstigen Umgebungsbedingungen mehrere Monate überdauern. Etwa 5 % der Flohpopulation befindet sich im adulten Stadium, während ca. 95 % als Eier, Larven oder Puppen vorliegen. 

Flöhe leben zwar nicht im menschlichen Haar, können den Menschen aber stechen– insbesondere an den Knöcheln und Unterschenkeln. Außerdem können sie auf andere Tiere im Haushalt springen und sie befallen. 

Was Katzenflohbisse so unangenehm macht 

Flohbisse – die eigentlich Flohstiche sind – jucken und sind schmerzhaft für Ihre Katze. Sie können zudem Bakterien im Schlepptau haben und eine Reihe weiterer Probleme mit sich bringen, wie beispielsweise Folgende: 

Flohallergiedermatitis (FAD) 

FAD ist eine allergische Reaktion auf den Flohspeichel. Bereits durch wenige Katzenflohbisse bzw. -Stiche kann eine schwere Reaktion mit starkem Juckreiz ausgelöst werden. Leidet Ihre Katze an FAD, sieht ihre Haut vermutlich angegriffen und verkrustet aus. Vielleicht verliert Ihre Katze auch wegen zu intensiver Fellpflege Haare, was wiederum das Hautinfektionsrisiko erhöht. 

Anämie

Kätzchen und ältere Katzen können durch den Blutverlust anämisch werden, wenn der Befall ungewöhnlich stark ist und sie folglich sehr oft gebissen werden. Dies ist allerdings sehr selten. 

Bandwurm 

Schluckt Ihre Katze beim Putzen Flöhe, die mit Bandwurmeiern infiziert sind, kann sie sich selbst mit einem Bandwurm infizieren. 

Krankheiten übertragen 

Katzenflöhe können zudem Krankheiten bzw. deren Erreger auf den Menschen übertragen, wie beispielsweise das Bakterium Bartonella, das eine oftmals chronisch fortschreitende Krankheit namens Bartonellose (oder Katzenkratzkrankheit) verursacht, oder Rickettsia-Bakterien. Letztere können die Rickettsiosen auslösen sowie in selteneren Fällen das Fleckfieber, eine schwere, meist fiebrige Erkrankung. 

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Nahaufnahme eines Flohs – Flöhe können auch Hauskatzen befallen

Flohbefall bei der Katze feststellen 

Flöhe bei Katzen festzustellen, ist nicht ganz einfach, da sich Katzen die Flöhe häufig aktiv wegputzen. Das erste Symptom kann Kratzen sein. Sie können Ihre Katze regelmäßig vorsichtig mit einem Flohkamm kämmen, besonders im hinteren Rückenbereich und in der Leistengegend, und das Fell über einem feuchten weißen Tuch ausschütteln. Katzenflöhe erkennen Sie daran, dass dunkle Flecken („Flohkot“) zu sehen sind, die beim Verreiben mit Wasser aufgrund des hohen Blutanteils eine rotbraune Farbe annehmen. Flöhe bei Katzen sind nicht immer offensichtlich, da sich die Parasiten tief im Fell verbergen, schnell wegkrabbeln, wenn das Fell gescheitelt wird, und dadurch nur schwer zu sehen sind. 

Katzenflöhe in Ihrem Haushalt bekämpfen

Der erste Schritt gegen Flöhe bei Katzen ist es, Ihr Tier zu behandeln, beispielsweise mit einem Halsband gegen Flöhe, Spot-ons, Tabletten oder einem Flohspray. Sie wissen nicht so recht, welche Flohbehandlung am besten geeignet ist? Wählen Sie bspw. ein Mittel, das nicht darauf basiert, dass die Flöhe erst abgetötet werden können, nachdem Ihre Katze gestochen wurde. Advantage® ist ein Spot-on-Flohpräparat für Katzen, das auf die Haut im Nacken aufgetragen wird. Der Wirkstoff verteilt sich über die Haut und tötet die Flöhe bereits bei Kontakt mit dem behandelten Tier ab1

Um Katzenflöhe schneller in Ihrem Zuhause – in der Umgebung des Tieres – zu bekämpfen, waschen Sie den Schlafplatz bzw. die Decken oder Kissen Ihrer Katze möglichst heiß (über 60°C), saugen Sie ihre Lieblingsplätze ab (und entsorgen anschließend den Staubsaugerbeutel gut verschlossen im Hausmüll) und verwenden Sie in allen Räumen ein wirksames Flohspray. 

  • 1. Mehlhorn et al. Parasitol Res (2001) 87: 198-208
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