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Katzen – verteufelt und geliebt

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Das Image der Katze im Laufe der Geschichte.
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Katze streunt durch den Park

Im Laufe der Geschichte haben Katzen einen interessanten Image-Wandel durchlaufen: Im alten Ägypten galten sie etwa als heilig und wurden sehr verehrt. Im Europa des Mittelalters sah man sie zunächst nur als nützliche Beseitiger von „Ungeziefer“ wie Mäusen und Ratten. Und dann gegen Ende des Mittelalters wurden sie hingegen mehr und mehr verteufelt – im wahrsten Sinne des Wortes. Man sah vor allem schwarze Katzen als Abbild des Satans, denn Schwarz galt als dämonische Farbe. Dabei spielte die christliche Ideologie eine große Rolle, die Katzen mit dem Bösen, mit Hexen und mit schwarzer Magie gleichsetzte. Man glaubte, Hexen würden sich in schwarze Katzen verwandeln, um unerkannt zu bleiben. Daher kommen auch die typischen Bilder von Hexen mit einer Katze auf der Schulter (oder dem Buckel!). Das Schicksal vieler als Hexen abgestempelter Frauen ist bekannt; nur die wenigsten Menschen wissen, dass auch Katzen oft auf dem Scheiterhaufen landeten und qualvoll starben.

Zum Glück sind diese Zeiten lange vorbei. Und trotzdem glauben manche Menschen noch immer, dass Katzen – vor allem die schwarzen – Pech bringen. Womöglich auch noch, wenn sie von links kommen (die Verteufelung der linken Seite geht vermutlich auch auf die Kirche und die Bibel zurück, denn in der christlichen Ikonografie sitzen die schlechten Menschen beim jüngsten Gericht links von Gott).

Natürlich wissen wir alle, dass das nichts weiter als Aberglaube ist. Heute werden Katzen jeder Farbe fast überall auf der Welt geliebt und gelten mancherorts sogar als Glückbringer. Nun ja, das ist vielleicht auch ein wenig zu weit hergeholt. Aber viele Katzenliebhaber bestätigen: Mit einer Katze zu leben macht einfach glücklich!

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