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Das ist aber gar nicht niedlich!

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Verhaltensstörungen bei Katzen
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Katze mit Verhaltensstörung

Auch für Katzen gilt: Nobody is perfect! Da kann schon mal ein Glas zu Bruch gehen oder der Korb mit der frisch gewaschenen Wäsche zum neuen Lieblingsplatz auserkoren werden. Aber es gibt Macken, die selbst den größten Katzenliebhaber nerven. Hier zwei Klassiker und was man gegen sie tun kann:

1. Unsauberkeit

Das Problem: Die Katze uriniert und/oder markiert überall in der Wohnung – außer ins Katzenklo.

Mögliche Ursachen

  1. Die Katze (Kater) ist nicht kastriert.
  2. Die Katze ist krank (Niere oder Blase).
  3. Es gibt zu wenige Katzentoiletten, die vorhandene Katzentoilette ist zu klein, falsch platziert, verschmutzt oder wird generell abgelehnt.
  4. Die Katze bekommt zu wenig Aufmerksamkeit und ist von Veränderungen im Umfeld gestresst.

Mögliche Lösungen

  • Bei 1): Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten!
  • Bei 2): Um abzuklären, ob eine Erkrankung vorliegt, ist ein Tierarztbesuch erforderlich. Klären Sie im Vorfeld telefonisch, ob bereitseine Urinprobe mitgebracht werden soll. Falls ja: Dann sind Fingerspitzengefühl und gutes Timing gefragt. Beobachten Sie Ihre Katze genau, schon kleine Anzeichen können darauf hindeuten, dass sie gerade nach einer Örtlichkeit für ihr Geschäft sucht. Dann setzen sie das Tier behutsam in ihr Katzenklo und schauen, ob sie dort uriniert. Versuchen Sie dann, den Urin aufzufangen, beispielsweise mit einer alten, abgekochten Suppenkelle oder auch einem Stück Alufolie, das sie auf die Streu schieben. Den Urin dann in ein ausgekochtes, sauberes Glas mit Deckel füllen. Alternativ können Sie auch eine saubere Spritze in der Apotheke oder beim Tierarzt besorgen, um den Urin aufzuziehen.
  • Bei 3): Diesen Artikel lesen. Und vielleicht ein anderes oder zusätzliches Klo bereitstellen.
  • Bei 4): Mehr gemeinsame Zeit einplanen und herausfinden, was genau den Vierbeiner stresst.

Es mag zwar nervig sein, wenn eine Katze unsauber wird, das tut sie aber nicht aus böser Absicht, sondern meist aus einem für sie wichtigen Grund. Denn Katzen sind von Natur aus sehr reinliche Tiere. Seien Sie also feinfühlig zu Ihrem Stubentiger. Manche Tiere reagieren einfach sensibler auf z.B. unsaubere Toiletten oder Veränderungen als andere.

Fleckentfernung

  • Schimpfen Sie nicht mit Ihrer Katze, wenn ein Malheur geschieht.
  • Reinigen Sie den Flecken ruhig und sorgfältig, z.B. mit Essig- oder Zitrusreiniger, spülen Sie anschließend gründlich mit Wasser nach
  • Stupsen Sie Ihre Katze auf keinen Fall mit der Nase in ihr Geschäft – das bringt gar nichts und zerstört nur ihr  Vertrauen in Sie.

2. Zerstörungswut

Das Problem: Die Katze hält Tapeten oder Sofas für einen Kratzbaum.

Mögliche Ursachen

  1. Die Katze ist nicht ausgelastet.
  2. Es macht der Katze einfach Spaß.

Mögliche Lösungen

  • Bei 1): Beschäftigen Sie sich mehr mit Ihrer Katze und bieten Sie ihr z.B. mit Katzenspielzeug attraktive Beschäftigungsangebote als Alternative.
  • Bei 2): Durchsichtige Klebefolie an den entscheidenden Stellen macht Katzen überhaupt keinen Spaß. Wenn Sie gleichzeitig den Kratzbaum mit Katzenminze oder Baldrian bestreuen, wird er für Ihre Katze wieder außerordentlich interessant.

Fazit

Die meisten Verhaltensauffälligkeiten können Sie Ihrer Katze mit ein paar Tricks und Ursachenforschung abgewöhnen. Bedenken Sie immer, dass unliebsames Verhalten Ihrer Katze nicht böswillig ist, sondern sie damit meist auf etwas aufmerksam machen möchte – etwa Langeweile, zu wenig Zuwendung oder andere Befindlichkeiten. In seltenen Fällen gibt es allerdings auch Probleme, bei denen nur Profis weiterhelfen können – wenden Sie sich dann zeitnah an Ihren Tierarzt oder einen Verhaltensexperten.

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