Master Brand

Wenn die Gelenke nicht mehr mitspielen

Teilen bei
Intro Text
Ob in den eigenen vier Wänden oder draußen bei Regen, Wind oder Sonnenschein– die meisten Hunde und Katzen lieben es, sich zu bewegen. Was aber, wenn die Bewegungsfreude Ihres Hundes oder Ihrer Katze zusehends nachlässt? Dann sollten Sie stutzig werden, denn oft sind Schmerzen die Ursache. Vor allem bei älteren Hunden und Katzen lautet die Diagnose häufig: Arthrose.
Content
Image
hund und katze im garten

Was ist Arthrose?

Der Gelenkknorpel ist von einer zähen Flüssigkeit, der Synovia, überzogen. Diese Gelenkschmiere sorgt dafür, dass sich Gelenkflächen reibungslos gegeneinander bewegen können. Sie federt auch harte Stöße, wie sie beim Laufen und Springen entstehen, ab. Ist ein Gelenk von Arthrose betroffen, kann man Schäden am Gelenkknorpel, überschießendes Knochengewebe, eine verdickte Gelenkkapsel oder auch Veränderungen der Gelenkschmiere feststellen.

Die Ursachen für Arthrose

Meist tritt die Arthrose bei älteren Hunden und Katzen auf, denn Gelenke verschleißen mit der Zeit. Doch auch junge Hunde und Katzen können betroffen sein. Rasse und Größe spielen eine Rolle, anatomische Fehlstellungen, Übergewicht, übertriebenes Training oder bakterielle Infektionen können bei Hunden und Katzen ebenfalls zu Arthrose führen. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass eine Fehlernährung im Welpen- und Kätzchenalter im weiteren Lebensverlauf eine  Arthrose begünstigen kann.

Arthrose erkennen

Gelenkbeschwerden zu erkennen, ist gar nicht so einfach. Denn die Anzeichen variieren unter Umständen sehr stark. Gerade Katzen leiden oft still und zeigen erst spät, wenn sie Schmerzen bei den Bewegungen haben.

Mögliche Anzeichen für eine Arthrose sind, wenn sich das Tier…

  • zurückzieht
  • insgesamt ruhiger wirkt
  • weniger bewegt
  • seltener putzt
  • Sprünge und Treppensteigen meidet
  • unsauber wird
  • nicht mehr gestreichelt werden möchte.

Bemerken Tierhalter einen oder mehrere dieser Punkte bei ihrem Tier, sollten sie es einem Tierarzt vorstellen, um die mögliche Ursache abzuklären. Für den Tierarzt ist es wichtig, möglichst viel über das tägliche Verhalten des Hundes oder der Katze zu erfahren. Wiegen Sie Ihr Tier regelmäßig und notieren Sie das Gewicht. Auch ein Schmerztagebuch kann dem Arzt bei der Suche nach der richtigen Therapie helfen. Mit etwas Übung kann man den Schmerzgrad des eigenen Tieres recht gut einschätzen und in eine Schmerzskala eintragen.

Arthrose! Und nun?

Leider ist Arthrose nicht heilbar. Aber wenn Ihr Hund oder Ihre Katze an einem Gelenkverschleiß leidet, müssen Sie nicht hilflos zusehen. Ihr Tierarzt kann zum Beispiel Schmerzmittel verschreiben, die unmittelbar Linderung bringen. Das kann auch deshalb wichtig sein, damit sich Ihr Hund oder Ihre Katze wieder mehr bewegt – eine Grundvoraussetzung für zahlreiche Therapien.

Bewegung und Ernährung

Ganz oben auf der Therapieliste steht ein kontrolliertes Bewegungstraining, um die Gelenke möglichst geschmeidig zu halten. Gelenkschonende Bewegung ist wichtig, denn sie stärkt außerdem das Immunsystem und die stützende Muskulatur. Aber nicht übertreiben! Bei Hunden gilt: Verzichten Sie Ihrem Tier zuliebe auf Gewaltmärsche. Auch Sprints und Sprünge sind tabu. Dafür eignen sich  häufigere, kürzere Spaziergänge. Katzen mit Arthrose können mit behutsamen Suchspielen aktiviert werden.

Achten Sie außerdem auf die Ernährung Ihres Vierbeiners, denn Übergewicht belastet die Gelenke. Also lieber mal auf die Leckerlis verzichten und stattdessen zu Nahrungsergänzungsmitteln mit knorpelaufbauenden oder entzündungshemmenden Eigenschaften greifen.

Mit Physiotherapie gegen die Arthrose

Wie für uns Menschen gibt es natürlich auch für Tiere Physiotherapien. Und die unterscheiden sich gar nicht groß voneinander: Massagen, Kälte- und Wärmeanwendungen sowie Ultraschalltherapien gehören dazu. Schwimmen hat bei Hunden ebenfalls einen guten Trainingseffekt und belastet die Gelenke weniger. Noch besser bewährt haben sich Unterwasserlaufbänder, die bereits in einigen Tierarztpraxen angeboten werden. Auf dem Laufband bleibt der Hund gezielt und relativ schmerzfrei in Bewegung. Untersuchungen haben gezeigt, dass Wassertherapien den Muskelaufbau fördern und die Beweglichkeit Arthrose-geschädigter Hunde deutlich verbessern können.

Teilen bei