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7 Lebensmittel, die Ihre Katze nicht fressen darf

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Katzen sind Jäger, die Tiere fangen, töten und fressen. Rohes Fleisch dürfte ihnen also keine Probleme bereiten – oder?
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Und ist es nicht so, dass Katzen Milch, Käse und Sahne lieben? Nun, leider können sich Milchprodukte und andere Lebensmittel auf Magen und Darm schlagen oder schwerwiegende Beschwerden auslösen.  
Erfahren Sie mehr über Lebensmittel, die bei der Ernährung von Katzen tabu sind. 

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Rotgetigerte Katze frisst aus ihrem Napf

Unsere Katzen sind für uns Familienmitglieder, Freunde und Vertraute. Es ist ganz normal, dass wir nur das Beste für sie wollen und sie verwöhnen möchten. Aber einige Lebensmittel und vermeintliche Leckerlis können die Gesundheit unserer Samtpfoten ernsthaft in Gefahr bringen. Wir zeigen Ihnen sieben Lebensmittel und Lebensmittelgruppen, die bei der Ernährung von Katzen verboten sind. 

1. Milch, Käse und andere Milchprodukte 

Viele von uns kennen das Bild des Kätzchens, das Milch oder Sahne aus einem Schüsselchen schleckt. In der Realität vertragen Katzen Milchprodukte allerdings häufig nicht, denn die meisten von ihnen sind laktoseintolerant. Kuhmilch und daraus hergestellte Produkte wie Käse oder Sahne können das Verdauungssystem in Mitleidenschaft ziehen und zu Erbrechen, Durchfall und Verstopfung bei Katzen führen. 

Gilt das auch für Katzenkinder? Ja, natürlich! Nach Empfehlung von Tierärzten sollten Kätzchen, die für feste Nahrung noch zu jung sind und keine Katzenmuttermilch bekommen, spezielle Katzenersatzmilch erhalten. Sie enthält alle für heranwachsende Katzen lebenswichtigen Nährstoffe und belastet ihr Verdauungssystem nicht. 

2. Schokolade  

Wir Menschen finden Schokolade meist sehr lecker, aber die kakaobasierte Köstlichkeit enthält zwei Stoffe, die für Katzen giftig sind: Theobromin und Koffein. Sowohl Milchschokolade als auch die dunklere Variante können verschiedene gefährliche Symptome auslösen, wie unter anderem: 

  • Erbrechen 
  • Durchfall 
  • erhöhte Körpertemperatur 
  • schnelles Atmen oder Herzrasen 
  • Krampfanfälle. 

Falls Katzen sehr viel Theobromin und Koffein zu sich genommen haben, kann das auch zu Schwächeanfällen, Herzversagen oder zum Koma führen. 

3. Rohes Fleisch, roher Fisch und rohe Eier 

Als Jäger fressen Katzen von Natur aus rohes Fleisch. Deshalb stellt rohes Fleisch im Prinzip kein Problem dar. Seit einiger Zeit ist die biologisch artgerechte rohe Fütterung (kurz: BARF) von Katzen und Hunden im Trend. Im Tierfachhandel werden dazu spezielle tiergerechte Produkte angeboten. Lassen Sie sich aber immer ausführlich beraten, damit Ihre Katze auch wirklich alle nötigen Nährstoffe erhält. 

Vorsicht ist unbedingt bei rohem Schweinefleisch geboten: Dieses ist weder für Katzen noch für Menschen genießbar, da es Erreger enthalten kann, die tödliche Erkrankungen auslösen. Andere rohe Lebensmittel könnten eventuell E. coli-Bakterien und Salmonellen enthalten, die bei Katzen zu Durchfall, Erbrechen und Lethargie führen können. Wenn Ihre Katze mit diesen Krankheitserregern infiziert wird, kann das sogar zum Tod führen. 

Rohe Eier sind keine adäquate Nahrung für Katzen, weil rohes Eiklar ein Protein namens Avidin enthält. Wenn dieses vom Körper aufgenommen wird, kann es sein, dass Ihre Katze das B-Vitamin Biotin nicht mehr verwerten kann, was Hautprobleme und stumpfes Fell nach sich zieht. 

4. Hundefutter  

Wenn Sie nicht nur eine Katze, sondern auch einen Hund haben, besteht die Möglichkeit, dass Ihre Katze hin und wieder am Hundefutter nascht. Ein paar Testhäppchen hier und da schaden Ihrer Katze wahrscheinlich nicht. Wenn sie sich aber mehr von Hunde- als von Katzenfutter ernährt, kann das zu Mangelerscheinungen führen. Katzen brauchen Vitamin A, Taurin und Arachidonsäure – und all diese essenziellen Nährstoffe sind im Hundefutter nicht oder nicht ausreichend enthalten. 

Wenn Ihre Katze ausschließlich Hundefutter frisst, kann es zu folgenden Problemen kommen: 

  • Vitamin-A-Mangel: Hautprobleme und glanzloses, stumpfes Fell sowie Muskelrückbildung und Nachtblindheit  
  • Taurin-Mangel: Abnahme der Sehfähigkeit, Herzkrankheiten, Haut- und Fellbeschwerden sowie Lethargie  
  • Leber- und Nierenprobleme aufgrund von Arachidonsäure-Mangel. 

5. Brot und Hefe  

Katzen können ruhig ab und zu ein Stückchen Brot fressen. Es hat aber kaum Nährwert für sie, weil es so gut wie kein Fett oder Protein enthält. Brot ist also kein Ersatz für die Fütterung mit normalem, gesunden Katzenfutter. 

Hefe und roher Brotteig sind für Katzen ungeeignet, denn sie gehen im Magen auf und können so zu gefährlichen Verdauungsstörungen führen. 

6. Thunfisch  

Welche Katze mag keinen Thunfisch? Natürlich können Sie Ihrer Katze ab und zu Thunfisch als besonderes Leckerli geben, aber die Katzenernährung sollte nicht vorwiegend auf Thunfisch basieren. Dieser Fischart fehlen mehrere Nährstoffe, die Katzen brauchen, um gesund zu bleiben. Außerdem kann zu viel davon zu einer Quecksilbervergiftung führen. Wie bereits oben erwähnt, sollte man mit rohen Lebensmitteln generell vorsichtig sein. 

7. Zwiebeln und Knoblauch 

Zwiebeln, Knoblauch und andere Gemüsesorten der Allium-Familie, wie Schnittlauch und Porree, können bei Katzen zu Blutarmut (Anämie) führen. Egal ob roh, gekocht, als Puder oder getrocknet – Knoblauch und Zwiebeln können die roten Blutkörperchen von Katzen schädigen und außerdem zu Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall führen. 

Fazit 

Denken Sie immer daran, dass die meisten Katzen sehr neugierig sind und gerne Essensreste untersuchen, die sich auf der Arbeitsfläche oder im Spülbecken befinden. Wenn Ihre Katze locker auf den Tisch oder die Arbeitsfläche in der Küche springen kann, müssen Sie gefährliche oder giftige Speisen außer Reichweite aufbewahren – zum Beispiel in der Speisekammer oder in einem Küchenschrank. 

Weitere Tipps zur richtigen Ernährung Ihrer Katze 

  • Stellen Sie Ihrer Katze ausreichend Trinkwasser zur Verfügung – vor allem dann, wenn Sie Salzlecksteine oder große Mengen an Saftfutter anbieten.  
  • Auch Katzen können auf Ernährung allergisch reagieren. Warnzeichen sind Appetitlosigkeit, Durchfall, Erbrechen oder Gereiztheit. In den meisten Fällen empfiehlt der Tierarzt eine besondere Diät.  
  • Man sagt, dass jede dritte Katze in Deutschland zu dick ist. Wenn Ihre Katze auch ein paar Kilo zu viel auf die Waage bringt, helfen eine Diät und eine Beschäftigungstherapie. Das heißt: viel mit der Katze spielen, sonst kann die Leber verfetten. 
  • Achtung, Plätzchen! Ob zur gemütlichen Kaffeerunde oder zur Weihnachtszeit: Wir lieben Plätzchen, Nüsse und Kuchen. Ihre Katze sicherlich auch, aber hier gilt leider „Pfoten weg!“. 
  • Nicht alle Zimmerpflanzen, die wir schön finden, sind auch für Katzen geeignet –und einige sind sogar giftig. Katzen spielen gerne mit Blättern, Blüten und Knospen und sie nagen auch daran. Deshalb lautet die Devise: Bitte außer Reichweite von Katzen aufstellen. 
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